BRÜG­GE­MANN / Stahl­bau

Neu­bau eines Pro­duk­ti­ons- und Logis­tik­ge­bäu­des für die Her­stel­lung, Ver­pa­ckung und Ver­sand von Kunst­stoff­ad­di­ti­ven. Für das gesam­te Gebäu­de besteht die Brand­schutz­an­for­de­rung F90. Um die­se Anfor­dung zu erfül­len, bei gleich­zei­ti­ger schnel­ler Mon­ta­ge mit gerin­gen Bau­teil­ab­mes­sun­gen und teil­wei­se varia­blem Innen­raum, wur­de eine Rea­li­sie­rung in Ver­bund­bau­wei­se gewählt. Der Auf­zugs- und Trep­pen­turm ist sta­tisch vom Gebäu­de ger­trennt und wur­de in Ort­be­ton­bau­wei­se aus­ge­führt. Die Flucht­trep­pen­häu­ser sind rei­ne Stahl­kon­struk­tio­nen. Die Grün­dung erfolg­te mit Pfäh­len in ca. 10 m Tie­fe auf dem Fels­ho­ri­zont.

3D-KON­STRUK­TI­ON
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VER­BUND­BAU

ASPEKT 1

Ver­bund­bau

Alle Trä­ger, Stüt­zen und Dia­go­na­len wur­den als Ver­bund­trä­ger mit Kam­mer­be­ton aus­ge­führt. Der Kam­mer­be­ton wur­de bei Druck­be­an­spru­chun­gen als tra­gend mit ange­setzt. Durch das Zusam­men­wir­ken von Stahl­pro­fi­len und Beton wird die Trag­fä­hig­keit der ein­zel­nen Bau­tei­le bei gleich­blei­ben­den Aus­sen­ab­mes­sun­gen deut­lich erhöht. Um die Brand­schutz­an­for­de­rung zu erfül­len, muss eine zusätz­li­che Brand­schutz­be­weh­rung in die Pro­fil­kam­mern ein­ge­bracht wer­den.
Im Bereich der Anschlüs­se wur­de die Kon­struk­ti­on so gestal­tet, dass ein Anschluss Stahl an Stahl mög­lich wur­de. Die­se Berei­che wur­den nach­träg­lich auf der Bau­stel­le ver­gos­sen, um die Trag­wir­kung bei Druck­be­an­spru­chun­gen und den Brand­schutz zu gewähr­leis­ten.

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GRÜN­DUNG

ASPEKT 2

Grün­dung

Um die gro­ßen Gebäu­de­las­ten bei gleich­zei­tig vor­han­de­nem schlech­ten Bau­grund sicher in den Boden abzu­lei­ten wur­de eine Pfahl­grün­dung gewählt. Es wur­den 68 Tief­bohr­pfäh­le mit einen Durch­mes­ser von 90 cm bzw. 120 cm in den Boden ein­ge­bracht. In ca. 10 Meter Tie­fe wur­den die Pfäh­le in dem dort anste­hen­den Fels ein­ge­spannt. Die Pfahl­köp­fe wur­den mit einem Fun­da­ment­bal­ken ver­bun­den auf dem die Gebäu­de­stüt­zen ste­hen.

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ERSCHLIE­ßUNG

ASPEKT 3

Erschlie­ßung

Der Auf­zugs- und Trep­pen­turm wur­de in Ort­be­ton­bau­wei­se aus­ge­führt. Eine Fuge trennt den Erschlie­ßungs­turm vom Gebäu­de. Damit wird eine sta­ti­sche Tren­nung vom Gebäu­de sicher­ge­stellt und Zwän­gungs­kräf­te infol­ge der unter­schied­li­chen Stei­fig­kei­ten ver­mie­den. Die Flucht­trep­pe auf der Gebäu­de­rück­sei­te ist eine rei­ne Stahl­kon­struk­ti­on und stellt auch die Ver­bin­dung zu den Bestands­ge­bäu­den her. Die Trep­pe muss­te daher so ent­wi­ckelt wer­den, dass auch die im Bestands­ge­bäu­de vor­han­de­nen, zum Neu­bau abwei­chen­den Geschoss­ebe­nen, erreicht wer­den. Nach Abschluss der Mon­ta­ge­ar­bei­ten am neu­en Pro­duk­ti­ons­ge­bäu­de wur­den sie an den tat­säch­li­chen Abstand zum Bestands­ge­bäu­de ange­passt.

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